Wie Google Ads überhaupt abrechnet
In Suchkampagnen zahlst du in der Regel nicht fürs Schalten der Anzeige, sondern pro Klick. In Display- und Videokampagnen wird dagegen oft pro tausend Einblendungen oder pro Videoaufruf abgerechnet.
Was ein Klick kostet, entscheidet eine Auktion. Vier Dinge zählen dabei: dein Gebot, die Qualität von Anzeige und Zielseite, der Wettbewerb um denselben Suchbegriff und der Kontext der Suchanfrage. Gute Qualität wirkt dabei doppelt: bessere Position zu tieferem Klickpreis. Deshalb gibt es keinen offiziellen Preis pro Klick, sondern nur Erfahrungswerte. Die Mechanik erklärt Google in der eigenen Hilfe zur Anzeigenauktion.

Realistische Klickpreise in der Schweiz
Die Schweiz ist ein teures Werbeland, dafür ist die Kaufkraft hoch. Als grobe Orientierung aus unseren Kampagnen:
- Lokale Dienstleistungen (Handwerk, Coiffeur, Kosmetik, Physio): oft 1 bis 4 Franken pro Klick.
- B2B und beratungsintensive Angebote (Treuhand, IT-Dienstleistungen, Agenturen): meist 4 bis 10 Franken.
- Stark umkämpfte Branchen (Anwälte, Versicherungen, Kredite, Umzug): 10 bis 20 Franken und mehr sind keine Seltenheit.
Ein Beispiel aus der Praxis: für die Renoplan GmbH holen wir mit lokal ausgerichteten Kampagnen Anfragen im Sanierungsbereich, ohne in den teuersten Auktionen mitzubieten. Wie so eine lokale Kampagne aufgebaut ist, zeigen wir im Beitrag zu Google Ads in Baden und Wettingen.

Welches Budget zum Start sinnvoll ist
Wichtiger als die absolute Höhe ist, dass genug Daten zusammenkommen. Bei 2 Franken pro Klick und 300 Franken Monatsbudget sind das 150 Klicks, verteilt auf einen Monat. Damit lernt weder Google noch du besonders viel.
Als Faustregel empfehlen wir ein Mediabudget ab rund 1'000 Franken pro Monat über mindestens drei Monate. Bei reinem Remarketing genügt oft weniger, bei breiten Kampagnen braucht es mehr. Danach weisst du, was eine Anfrage kostet, und kannst sauber entscheiden, ob und wo du aufstockst.
Die Kosten, die gern vergessen gehen
- Betreuung: Kampagnen aufsetzen, Suchbegriffe pflegen, Anzeigen testen. Ob Agentur oder eigene Zeit, dieser Aufwand ist real.
- Landingpage: der Klick ist erst der Anfang. Eine schwache Zielseite verbrennt auch das beste Klickbudget.
- Tracking: ohne saubere Messung weisst du nicht, welche Kampagne Anfragen bringt. Warum mehr Budget ein Tracking-Problem nie löst, haben wir hier aufgeschrieben.
Wann Google Ads nicht das Richtige ist
Ehrlich gesagt: wenn niemand nach deinem Angebot sucht, hilft dir die beste Kampagne nichts. Neue, erklärungsbedürftige Produkte brauchen zuerst Sichtbarkeit über andere Kanäle. Und wenn deine Website Besucher nicht in Anfragen verwandelt, ist das Geld dort besser investiert als in mehr Klicks.
Wenn du wissen willst, was in deiner Branche realistisch ist, rechnen wir das gern konkret durch. Mehr dazu auf unserer SEA-Seite oder direkt über das Kontaktformular.
Häufige Fragen zu Google Ads Kosten
Was kostet ein Klick bei Google Ads in der Schweiz?
Je nach Branche meist zwischen 1 und 10 Franken, in umkämpften Feldern wie Recht oder Versicherung auch 20 Franken und mehr. Das sind unsere Erfahrungswerte aus Schweizer Konten, keine offizielle Statistik. Der Google Keyword-Planer liefert dir historische Durchschnitte und Prognosen für deine Suchbegriffe. Den tatsächlichen Klickpreis kennst du erst im laufenden Konto, weil er von Gebot, Qualität, Wettbewerb, Standort und Zeitpunkt abhängt.
Reichen 300 Franken Budget im Monat?
Für einen ernsthaften Test in den meisten Branchen: eher nicht. Die Datenmenge ist zu klein, um verlässliche Schlüsse zu ziehen. Lieber drei Monate mit solidem Budget testen als ein Jahr mit Kleinstbeträgen.
Was kostet die Betreuung durch eine Agentur?
Viele Agenturen verrechnen einen Prozentsatz des Werbebudgets. Wir halten das für den falschen Anreiz und arbeiten mit einem transparenten Honorar, das nicht an deine Werbeausgaben gekoppelt ist. Entscheidend ist in jedem Fall, dass die Betreuung nachvollziehbar ausweist, was sie bewirkt.

