Preis und Budget sind zwei verschiedene Zahlen
Der Preis steht auf der Offerte. Das Budget ist alles, was dein Projekt braucht, bis die Website live ist und in den ersten Monaten danach ihre Arbeit macht. Deshalb scheitern Website-Projekte selten am Preis. Sie scheitern an den Posten, die niemand aufgeschrieben hat.
Stell dir zwei Angebote über je CHF 4’000 vor. Im einen sind Texte, Bildauswahl und die Einrichtung der Messung enthalten, im anderen nicht. Das zweite Angebot ist nicht günstiger. Es verschiebt einen Teil der Arbeit zu dir, und diese Arbeit kostet dich Zeit oder externe Hilfe.
Ein belastbares Website-Budget beantwortet vier Fragen, nicht eine.
Die vier Posten eines Website-Budgets
1. Umsetzung: der einmalige Betrag
Das ist der Teil, den jede Offerte zeigt: Konzept, Design, Umsetzung, technische Grundlagen für Google und KI-Suche, Testing und Launch. Bei uns gibt es dafür drei Wege mit veröffentlichten Preisen.
- Website ohne CMS, CHF 3’500 einmalig plus CHF 25 pro Monat Hosting. Unbegrenzte Seiten, unbegrenzte Feedback-Schlaufen, die Pflege der Inhalte übernehmen wir.
- Website mit CMS, CHF 4’500 einmalig plus CHF 25 pro Monat Hosting. Dieselbe Leistung, aber du bearbeitest Texte, Bilder und neue Seiten selbst.
- Individuelle Software, nach Aufwand. Sobald ein Onlineshop, eine Terminbuchung, ein Kundenbereich mit Login oder eine Anbindung an bestehende Software dazukommt, braucht es eigene Backend-Logik. Das rechnen wir nach Aufwand ab, damit du nur bezahlst, was du wirklich brauchst.
Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt., das Hosting ist monatlich kündbar.
2. Inhalte: der am häufigsten unterschätzte Posten
Texte, Fotos, Referenzbeschreibungen, allenfalls Übersetzungen. Dieser Posten steht in kaum einer Offerte, entscheidet aber darüber, ob eine Website in vier Wochen oder in vier Monaten live geht. Wenn Texte und Bilder bereits vorhanden sind, verkürzt das die Umsetzung spürbar. Fehlen sie, ist das kein Problem, aber eine Position im Budget: entweder als Zeit in deinem Team oder als Unterstützung von aussen.
Ehrliche Einordnung aus der Praxis: Firmen, die ihre Inhalte nebenbei erledigen wollen, verlieren im Schnitt mehr Zeit als Geld. Wer weiss, dass es knapp wird, plant den Posten besser von Anfang an ein.
3. Laufende Kosten
Hier geht es um kleine Beträge, die aber über Jahre laufen.
- Hosting: bei uns CHF 25 pro Monat, monatlich kündbar.
- Domain: je nach Endung meist CHF 10 bis 20 pro Jahr.
- Pflege der Inhalte: entweder Zeit in deinem Team, wenn du selbst pflegst, oder Teil der Betreuung, wenn wir das übernehmen.
Wichtig ist weniger die Höhe als die Struktur. Ein niedriger Startpreis mit hohem Monatsabo ist über vier Jahre gerechnet oft die teuerste Variante. Rechne jedes Angebot auf 48 Monate hoch, dann sind Angebote vergleichbar.
4. Reserve für die ersten Monate nach dem Launch
Nach dem Launch kommen Anpassungen. Eine Seite fehlt, das Formular soll anders fragen, ein neues Angebot kommt dazu. Bei unseren Paketen sind die Feedback-Schlaufen und die laufende Betreuung enthalten. Bei anderen Anbietern ist jede Änderung Stundenarbeit. Genau das solltest du vor der Unterschrift klären, weil dieser Posten im ersten Jahr am ehesten überrascht.
In sechs Fragen zum Richtwert
Wenn du wissen willst, in welche Grössenordnung dein Vorhaben fällt, musst du dafür kein Beratungsgespräch buchen.
Der Website-Budget-Rechner stellt genau die sechs Fragen, die den Preis unterscheiden: neue Website oder Relaunch, Umfang, benötigte Funktionen, Stand der Inhalte, wer die Inhalte später pflegt und wann die Seite live sein soll. Danach siehst du, welches der drei Pakete zu deinem Projekt passt und was es kostet.
Zwei Dinge, die der Rechner nicht macht: Er erfindet keine Zahl, sondern zeigt den veröffentlichten Paketpreis. Und er verlangt keine Registrierung, das Ergebnis erscheint sofort auf dem Bildschirm. Nur wenn du die Einschätzung schriftlich möchtest, hinterlässt du Name und E-Mail.
Was den Preis verschiebt, und was nicht
Seitenanzahl: kaum
Die häufigste Annahme ist auch die falscheste. Beide Website-Pakete enthalten unbegrenzte Seiten. Eine Seite mit acht Unterseiten kostet bei uns dasselbe wie eine mit zwanzig. Was Aufwand macht, ist nicht die Menge, sondern die Zahl unterschiedlicher Seitentypen und die Inhalte, die darauf müssen.
Wer die Inhalte pflegt: der eigentliche Unterschied
Das ist die Entscheidung, die CHF 1’000 ausmacht, und die einzige, die sich später nur mit Aufwand ändern lässt. Selbst pflegen lohnt sich, wenn regelmässig Inhalte dazukommen: Blogbeiträge, News, Stellen, neue Angebote. Wenn deine Seite eher stabil bleibt und du zwei Mal im Jahr etwas anpassen lässt, ist das Paket ohne CMS die günstigere und einfachere Wahl.
Faustregel: Ab etwa einer inhaltlichen Änderung pro Monat zahlt sich ein CMS aus, darunter selten.
Shop, Buchung, Login oder Schnittstellen: eigene Kategorie
Sobald Geld, Termine oder Kundendaten im Spiel sind, verlässt das Projekt die Paketlogik. Solche Funktionen brauchen eigene Backend-Logik und werden nach Aufwand kalkuliert. Wichtig ist, das früh zu wissen, statt es in ein Paketbudget zu pressen, in das es nicht passt.
Mehrsprachigkeit: wirkt über die Inhalte
Technisch ist eine zweite Sprache überschaubar. Der Aufwand liegt bei den Texten und bei der Pflege, weil jede spätere Änderung doppelt anfällt. Plane Mehrsprachigkeit deshalb beim Inhaltsposten ein, nicht beim technischen.
Zeitrahmen: nur an den Rändern
Eine kompakte Website ist meist in drei bis sechs Wochen fertig. Wirklich teuer wird Eile erst dann, wenn ein fixer Termin dazu führt, dass Inhalte parallel und doppelt erarbeitet werden.
Alle diese Punkte sind im Rechner abgebildet. Er ordnet dein Projekt nach denselben Regeln zu, nach denen wir es im Erstgespräch einordnen würden.
Wie viel Budget passt zu deinem Unternehmen?
Nützlicher als Prozentregeln ist eine einfache Rechnung. Eine Website läuft realistisch vier Jahre, bevor ein Relaunch sinnvoll wird. CHF 3’500 bis 4’500 auf 48 Monate verteilt sind rund CHF 75 bis 95 pro Monat, plus CHF 25 Hosting. Diese Zahl kannst du mit dem vergleichen, was dir ein einziger zusätzlicher Auftrag pro Quartal bringt. Bei den meisten KMU ist die Antwort danach klar.
Drei typische Ausgangslagen und was sie einplanen sollten:
- Einzelunternehmen oder junge Firma, kompakter Auftritt. Umsetzung ohne CMS, Inhalte weitgehend selbst, Hosting. Der grösste Hebel liegt bei guten Fotos und klaren Texten, nicht bei zusätzlicher Technik.
- Etabliertes KMU, das Anfragen über Google gewinnen will. Umsetzung, ein Posten für Texte auf den wichtigsten Leistungsseiten und ein CMS, wenn regelmässig Inhalte dazukommen sollen. Dazu ein separates monatliches Budget für Sichtbarkeit.
- Handel, Beratung mit Terminen oder Betrieb mit bestehender Software. Hier lohnt sich zuerst ein Gespräch über Funktionen, weil die Umsetzung nach Aufwand kalkuliert wird und die Anforderungen den Preis bestimmen.
Offerten vergleichen: sieben Fragen, die Klarheit bringen
Wenn du mehrere Angebote auf dem Tisch hast, entscheiden nicht die Beträge, sondern die Antworten auf diese Fragen.
- Was genau ist im Preis enthalten, und was wird zusätzlich verrechnet?
- Wie viele Korrekturrunden sind drin, und was kostet die achte Anpassung?
- Wem gehören Domain, Inhalte und Zugänge nach dem Launch?
- Gibt es eine Mindestvertragsdauer oder ein Abo, aus dem du nicht herauskommst?
- Sind die technischen SEO-Grundlagen enthalten oder ein Zusatzpaket?
- Wie schnell lädt die Seite auf dem Mobiltelefon, und wird das vor dem Launch gemessen?
- Wer pflegt die Inhalte nach dem Launch, und was kostet das pro Jahr?
Eine ausführliche Einordnung der Preisspannen am Schweizer Markt, von Baukasten über Freelancer bis Agentur, findest du in unserem Beitrag Was kostet eine Website in der Schweiz wirklich?. Wie ein Relaunch abläuft, ohne dass du bestehende Rankings verlierst, steht in der Relaunch-Checkliste. Unser Vorgehen und die Leistungen im Detail zeigt die Seite Webdesign und SEO, umgesetzte Projekte findest du unter Referenzen.
Nach dem Launch: das zweite Budget
Eine fertige Website ist kein Vertriebskanal, sie ist die Voraussetzung dafür. Damit Anfragen kommen, braucht es Sichtbarkeit, und Sichtbarkeit hat ein eigenes, monatliches Budget. Genau hier planen viele KMU zu spät: Das Projektbudget ist am Launch-Tag aufgebraucht, und für die ersten Monate bleibt nichts übrig.
Plane den monatlichen Teil parallel zum Projektbudget. Wie du diesen Teil bestimmst, welche Kanäle welchen Startwert brauchen und wann mehr Budget tatsächlich mehr Anfragen bringt, steht in Marketing-Budget berechnen: wie viel du monatlich brauchst. Einen Richtwert für deine Kanäle liefert der Marketing-Budget-Rechner in ebenfalls sechs Fragen.
Häufige Fragen zum Website-Budget
Wie viel Budget braucht ein KMU für eine neue Website?
Für einen professionellen Auftritt ohne Shop und ohne Sonderfunktionen liegt der einmalige Betrag bei uns bei CHF 3’500 ohne CMS und CHF 4’500 mit CMS, jeweils zzgl. MwSt. Dazu kommen CHF 25 pro Monat Hosting und der Aufwand für Texte und Bilder, falls diese noch fehlen. Projekte mit Shop, Buchung oder Login werden nach Aufwand kalkuliert.
Was kostet eine Website pro Monat?
Bei uns CHF 25 für das Hosting, monatlich kündbar, dazu die Domain mit meist CHF 10 bis 20 pro Jahr. Wir arbeiten bewusst mit tiefen laufenden Kosten statt mit einem Abo. Rechnest du die einmalige Umsetzung auf vier Jahre um, kommst du auf rund CHF 100 bis 120 pro Monat inklusive Hosting.
Lohnen sich die CHF 1’000 Aufpreis für ein CMS?
Wenn du regelmässig selbst Inhalte veröffentlichen willst, ja. Ein Blog, News, Stellenausschreibungen oder häufig wechselnde Angebote sprechen klar für das CMS. Bleibt die Seite über Monate unverändert, ist das Paket ohne CMS die schlankere Lösung, weil wir die gelegentlichen Änderungen ohnehin übernehmen.
Wie lange dauert es von der Offerte bis zum Launch?
Eine kompakte Website ist meist in drei bis sechs Wochen live, sofern Texte und Bilder verfügbar sind. Grössere Projekte und Umsetzungen mit eigener Backend-Logik planen wir individuell. Der häufigste Grund für Verzögerungen sind nicht technische Fragen, sondern fehlende Inhalte.
Was, wenn mein Budget nicht reicht?
Dann ist die richtige Reaktion, den Umfang zu staffeln, nicht die Qualität zu senken. Wir starten mit den Seiten, die Anfragen bringen, und ergänzen den Rest später. Da beide Pakete unbegrenzte Seiten enthalten, kostet dieses Nachziehen keinen Aufpreis am Paket.
So kommst du weiter
Rechne zuerst, dann sprich. Der Website-Budget-Rechner gibt dir in sechs Fragen und unter einer Minute einen Richtwert samt passendem Paket, ohne Registrierung und ohne Verkaufsdruck. Danach weisst du, worüber wir überhaupt sprechen.
Wenn du das Ergebnis eingeordnet haben möchtest, nimm 30 Minuten für ein kostenloses Erstgespräch. Du erzählst uns von deinem Vorhaben oder deiner bestehenden Seite, wir sagen offen, was wir empfehlen würden und was wir weglassen würden.


